11.09.2026

Waldemar Klinghammer (1857–1931)

Es gibt Menschen, die eine Stadt nicht nur bewohnen, sondern ihr Gesicht mitprägen. Waldemar Klinghammer gehörte zu ihnen. Jurist von Beruf, Mundartdichter aus Leidenschaft und engagierter Bürger aus Überzeugung, verband er in seinem Leben vieles von dem, was Rudolstadt um 1900 ausmachte: Bildungsbürgertum, Heimatverbundenheit, Vereinsleben und den Wunsch, der eigenen Stadt etwas Bleibendes zu hinterlassen.

Waldemar Klinghammer (1857–1931)
Caroline von Wolzogen (1763–1847), Charlotte von Lengefeld (1766–1826) und Louise von Lengefeld (1743-1823)
28.08.2026

Hermann von Bertrab (1818–1887)

Manchmal besteht politische Größe nicht darin, laut aufzutreten. Manchmal zeigt sie sich darin, über Jahrzehnte hinweg Verantwortung zu tragen, Krisen auszuhalten, Kompromisse zu ermöglichen und einen Staat durch Zeiten zu führen, in denen sich ringsum die politische Welt verändert. Hermann von Bertrab war ein solcher Mann. Mehr als drei Jahrzehnte lang bestimmte er die Geschicke des Fürstentums Schwarzburg-Rudolstadt – länger als mancher Fürst, Kanzler oder Regierungschef seiner Epoche.

Hermann von Bertrab (1818–1887)
14.08.2026

Emilie (1804–1872) und Adalbert (1803–1887) von Gleichen-Rußwurm

Manchmal erzählt eine Auszeichnung mehr über eine Stadt als über diejenigen, die sie erhalten. Als der Rudolstädter Magistrat am 17. März 1856 Heinrich Adalbert Freiherr von Gleichen-Rußwurm und seine Ehefrau Emilie zu Ehrenbürgern ernannte, ehrte er nicht in erster Linie politische Leistungen, wirtschaftlichen Erfolg oder ein langjähriges kommunales Amt. Gewürdigt wurden die engen familiären Verbindungen der Familien von Gleichen-Rußwurm und Schiller mit Rudolstadt. Damit machte die Stadt zugleich deutlich, welchen Platz sie selbst in der Geschichte Friedrich Schillers und der deutschen Klassik für sich beanspruchte.

Emilie (1804–1872) und Adalbert (1803–1887) von Gleichen-Rußwurm
07.08.2026

Ludwig Friedrich II. (1767– 1807)

Wenn Rudolstadt heute den Namen „Schillerstadt“ trägt und für eine Stadt seiner Größe über ein außergewöhnlich vielfältiges Kulturangebot verfügt, dann ist das nicht allein das Ergebnis einzelner glücklicher Entwicklungen. Es gibt dafür historische Grundlagen. Eine davon wurde in der Regierungszeit von Fürst Ludwig Friedrich II. gelegt.

Ludwig Friedrich II. (1767– 1807)
Alfred Ungelenk (1890– 1978) und Otto Kiesewetter (1889–1960)
Jens Henkel (1953–2025)
Manfred Kiedorf (1936–2015) & Gerhard Bätz (*1938)
Friedrich Wilhelm Ludwig von Beulwitz (1755–1829)
Henriette von Holleben (1829–1907)
Friedrich Fröbel (1782–1852)
Erich Correns (1896–1981)
Anna-Luise von Schwarzburg-Rudolstadt (1871–1951)
Carl Christoph von Lengefeld (1715–1775)
Max Thalmann (1890–1944)
Gottfried Heinrich Krohne (1703–1756)
Johanna Margarete gen. Annegret Kellner (1892–1965)
Friedrich Adolf Richter (1846–1910)
Johann Christoph Morgenstern (1697–1767)
Hanna Hofmann-Stirnemann (1899–1996)
Berthold Rein (1860–1943)
Eduard Lösche (1828–1904)
Rudolf Herzer (1878–1914)
Anton Sommer (1816–1888)