Der zweite Tag der Delegationsreise in die irische Partnerstadt Letterkenny stand ganz im Zeichen von Geschichte, Kultur und persönlichem Austausch. Am Samstag besuchte die Reisegruppe aus Rudolstadt zunächst den Ulster American Folk Park bei Omagh. Am Abend folgten eine Führung durch das An Grianán Theatre und eine kleine schauspielerische Darbietung.
Im Ulster American Folk Park begaben sich die Teilnehmer auf eine eindrucksvolle Zeitreise. Das Freilichtmuseum erzählt die Geschichten der Menschen, die Ulster im 18. und 19. Jahrhundert verließen, um in Nordamerika ein neues Leben zu beginnen. Mehr als 30 historische und rekonstruierte Ausstellungsgebäude vermitteln anschaulich das ländliche Leben in Ulster sowie den Alltag der Auswanderer in der amerikanischen Neuen Welt.
Historische Wohnhäuser, Werkstätten und Alltagsszenen ließen die Vergangenheit lebendig werden und vermittelten einen Eindruck von den Herausforderungen, Hoffnungen und Erfahrungen der Auswanderer. Das Jahr 2026 ist für den Folk Park von besonderer Bedeutung: Die Einrichtung feiert ihr 50-jähriges Bestehen. Gleichzeitig wird an den 250. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeit erinnert.
Nach der Rückkehr nach Letterkenny besuchte die Delegation am Abend das An Grianán Theatre. Während einer Führung durch das Haus erhielten die Gäste interessante Einblicke hinter die Kulissen und in die tägliche Arbeit des Theaters.
Das im Oktober 1999 eröffnete Theater ist ein wichtiger Bestandteil des kulturellen Lebens in Letterkenny und im Nordwesten Irlands. Der Zuschauerraum bietet Platz für bis zu 383 Gäste. Die 17 Meter breite Bühne gehört zu den größten Theaterbühnen des Landes. Das vielseitige Programm umfasst Schauspiel, Comedy, Musik, Tanz und Lesungen ebenso wie eigene Inszenierungen, Ausstellungen sowie Angebote für Kinder und Jugendliche.
Zum Abschluss des Besuchs präsentierte Christian Schröter gemeinsam mit einem irischen Schauspielkollegen eine kleine schauspielerische Darbietung. Das gemeinsame Spiel sorgte für einen unterhaltsamen Abschluss des Abends und zeigte, wie Kultur Menschen über Länder- und Sprachgrenzen hinweg verbindet.
Die beiden Programmpunkte boten der Rudolstädter Delegation vielfältige Einblicke in die Geschichte und das kulturelle Leben der Region. Zugleich unterstrich der Tag erneut die Bedeutung persönlicher Begegnungen für die lebendige Städtepartnerschaft zwischen Rudolstadt und Letterkenny.