14.09.2026

135 Jahre „Wehlespatzen“: Evangelischer Kindergarten Remda feiert Jubiläum

Mehr als 100 Gäste würdigen die lange Geschichte der Einrichtung und das gute Miteinander von Stadt, Träger und Familien

Der evangelische Kindergarten „Wehlespatzen“ in Remda hat sein 135-jähriges Bestehen mit einem großen Fest gefeiert. Mehr als 100 Gäste kamen zusammen, darunter Kinder, Eltern, ehemalige Kindergartenkinder sowie Vertreterinnen und Vertreter der Stadt, der Kirche und des Trägers.

Die Geschichte der Einrichtung reicht bis zum 30. Juni 1891 zurück. Damals gründete der Remdaer Pfarrer Becker eine „Kinderbewahranstalt“, die zunächst 50 Kinder betreute. Heute verfügt der Kindergarten über 70 Plätze für Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr bis zum Schuleintritt. Derzeit besuchen 55 Kinder die Einrichtung. Bis zum Sommer 2027 werden voraussichtlich weitere acht bis zehn Kinder aufgenommen.

Eröffnet wurde die Jubiläumsfeier von Pfarrerin Carmen Ehrlichmann, dem 1. Beigeordneten der Stadt Rudolstadt, Mirko Schreiber, und dem Geschäftsführer der Diakoniestiftung Thüringen, Prof. Dr. Klaus Scholtissek. Sie betonten das gute Miteinander zwischen dem diakonischen Träger und der Stadt Rudolstadt. Zugleich bekräftigten sie, sich auch künftig gemeinsam für eine gute Zukunft des Kindergartens in Remda einzusetzen.

Seit April 2004 befindet sich die Einrichtung in evangelisch-diakonischer Trägerschaft. Seit Januar 2026 gehört sie zur Diakoniestiftung Thüringen gGmbH. Mit der Übernahme im Jahr 2004 erhielt der Kindergarten auch seinen heutigen Namen „Wehlespatzen“. Kinder, Eltern sowie Erzieherinnen und Erzieher hatten diesen gemeinsam ausgewählt. Der Name nimmt Bezug auf die nahe gelegene Remdaer Wehle und auf das Bild kleiner Spatzen in einem geschützten Nest.

Die pädagogische Arbeit verbindet einen situationsorientierten Ansatz mit christlichen Werten und Elementen der Waldpädagogik. Dazu gehören ein wöchentlicher Waldtag und regelmäßige Wandertage. Eine enge Zusammenarbeit besteht außerdem mit der Grundschule Remda im Rahmen des Projektes „Brückenjahr“, das den Übergang vom Kindergarten in die Schule begleitet.

Auch beim Jubiläumsfest standen die Kinder im Mittelpunkt. Ponyreiten mit dem „Glücksbringerhof“, ein Feuerwehrauto zum Bestaunen und Clownsvorführungen sorgten für ein abwechslungsreiches Programm. Viele Angebote wurden von Eltern und dem Förderverein organisiert. Bei Bratwurst und kühlen Getränken kamen teilweise vier Generationen zusammen, die persönliche Erinnerungen und ihre Verbundenheit mit dem Kindergarten teilten.

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit