Im Vorfeld der Festwoche zu "1250 Jahre Ersterwähnung Remda" fand am Samstag im Haus der Vereine in Remda ein Vortrag zu einem bislang weniger bekannten Kapitel der Ortsgeschichte statt. Im Mittelpunkt stand die mehr als 300 Jahre andauernde Verbindung zwischen Remda und der Universität Jena.
Unter dem Titel "Stadt und Gut Remda und die Universität Jena 1633–1941" sprach Dr. Stefan Gerber, Leiter des Archivs der Universitätsbibliothek Jena, über die besondere Beziehung zwischen der Alma Mater Jenensis und der Thüringer Kleinstadt.
Im Jahr 1633 wurden die Burg Remda und die dazugehörigen Wirtschaftsgebäude der Universität Jena als sogenanntes Dotalgut überlassen. Neben Remda gehörte auch Apolda zu den beiden Dotalgütern der Universität. Diese Regelung war in der damaligen Universitätssatzung verankert. Die Erträge aus den Gütern dienten über Jahrhunderte der Finanzierung der Universität.
Die Verwaltung Remdas durch die Universität Jena bestand bis zum Jahr 1941 und prägte damit über drei Jahrhunderte einen besonderen Abschnitt der Ortsgeschichte.
Rund 150 Gäste verfolgten den Vortrag im Haus der Vereine. Auch im Anschluss zeigte sich das große Interesse am Thema: Dr. Stefan Gerber beantwortete zahlreiche Fragen aus dem Publikum und vertiefte einzelne Aspekte der historischen Verbindung zwischen Remda und Jena.
Der Vortrag bildete damit einen weiteren inhaltlichen Baustein im Vorfeld der Festwoche zum Jubiläum "1250 Jahre Ersterwähnung Remda".