28.05.2026

Rudolstadt bei Daseinsvorsorge im Deutschlandvergleich „sehr gut“ bewertet

IW-Gutachten zeigt: Stadt gehört bundesweit zum oberen Bereich

Rudolstadt schneidet in einer aktuellen Auswertung des Instituts der deutschen Wirtschaft zur kommunalen Daseinsvorsorge im Deutschlandvergleich sehr gut ab. In der zugrunde liegenden Datentabelle zum IW-Gutachten „Geographien der Unzufriedenheit – Daseinsvorsorge“ erreicht Rudolstadt unter 10.817 betrachteten Gemeinden bundesweit Rang 1.215 und damit die Einstufung „sehr gut“. Das bedeutet: Rudolstadt liegt im oberen Bereich des bundesweiten Vergleichs und steht besser da als rund 89 Prozent der untersuchten Städte und Gemeinden.

Untersucht wurden zentrale Bereiche der alltäglichen Versorgung: Digitales, Gesundheit, Mobilität, Freizeit und Bildung. Besonders positiv fällt Rudolstadt in der Gesundheitsversorgung auf. Hier erreicht die Stadt bundesweit Rang 227. Auch im Bereich Freizeit liegt Rudolstadt mit Rang 400 sehr weit vorn. In der Bildung erreicht die Stadt Rang 952 und damit ebenfalls eine starke Platzierung. Im Städtedreieck belegt Rudolstadt insgesamt den zweiten Platz hinter Bad Blankenburg (Rang 1006) und vor Saalfeld (Rang 1351), was zeigt, dass das Städtedreieck als Gesamtes sehr gut abgeschnitten hat.

„Natürlich wissen wir, dass im Alltag nicht immer alles perfekt ist und dass es an vielen Stellen berechtigte Wünsche, Hinweise und auch Kritik gibt. Aber diese Auswertung zeigt: Rudolstadt steht objektiv deutlich besser da, als es in manchen Debatten manchmal klingt. Unsere Stadt verfügt über eine starke Infrastruktur, gute Angebote und viele Einrichtungen, die für Lebensqualität sorgen. Das ist ein Ergebnis jahrelanger Arbeit vieler Beteiligter – in Verwaltung, Stadtrat, Vereinen, Einrichtungen, Unternehmen und Bürgerschaft“, sagt Bürgermeister Jörg Reichl.

Das IW-Gutachten betrachtet die Daseinsvorsorge auf Gemeindeebene und verknüpft dafür eine kleinräumige Datengrundlage mit verschiedenen Indikatoren aus dem unmittelbaren Lebensumfeld. Dazu zählen unter anderem medizinische Versorgung, Bildungsangebote, Erreichbarkeiten, digitale Infrastruktur sowie Kultur- und Freizeitangebote. Die Studie macht zugleich deutlich, dass die objektive Versorgungslage und die subjektive Wahrnehmung vor Ort nicht immer deckungsgleich sind. Gerade deshalb sei es wichtig, vorhandene Stärken sichtbar zu machen und zugleich weiter an Verbesserungen zu arbeiten.

„Wir nehmen Kritik ernst, aber wir sollten auch selbstbewusst benennen, was in Rudolstadt gut funktioniert“, so Reichl weiter. „Eine lebendige Stadt misst sich nicht nur daran, wo noch Baustellen sind, sondern auch daran, welche Angebote bereits vorhanden sind – von Schulen und Kindergärten über medizinische Versorgung bis hin zu Kultur, Sport, Freizeit und Ehrenamt. Darauf können wir aufbauen.“

Die Stadt Rudolstadt sieht die Auswertung daher als Bestätigung und Ansporn zugleich. Gute Werte bei Gesundheit, Freizeit und Bildung zeigen, dass Rudolstadt über starke Grundlagen für Lebensqualität verfügt. Gleichzeitig bleiben Themen wie Mobilität, Digitalisierung und die Modernisierung kommunaler Infrastruktur wichtige Aufgaben für die kommenden Jahre. Ziel sei es, die vorhandenen Stärken zu sichern, weiterzuentwickeln und für die Bürgerinnen und Bürger noch besser erlebbar zu machen.

Michael Wirkner | Presse- und Öffentlichkeitsarbeit