08.07.2026

Rathausturm wird saniert

Arbeiten umfassen Turmdach, Uhrwerk, Ziffernblätter, Zeiger und Glockenaufhängungen

Der Rathausturm in Rudolstadt wird umfassend saniert. Nach mehreren Unwettern und den jeweils notwendigen Reparaturen an einzelnen Schäden ist nun eine vollständige Neueindeckung mit Schiefer erforderlich. Ziel ist es, die Bausubstanz dauerhaft zu sichern und den markanten Turm des Rathauses wieder instand zu setzen.

Das Turmdach aus dem Jahr 1912 wird vollständig neu geschiefert. Auch das Uhrendach sowie das kleine Dach des Erkerturms erhalten eine neue Eindeckung mit deutschem Schiefer.

Durch die Dachsanierungsarbeiten kommt es zu Einschränkungen für Besucherinnen und Besucher. Der Eingang zum Bürgerservice und zum Löwensaal ist während der Arbeiten gesperrt. Der Zugang zum Bürgerservice ist daher nur über den regulären Rathauseingang möglich. Der barrierefreie Zugang erfolgt über den Rathausinnenhof. Die Stadtverwaltung bittet um Beachtung und Verständnis.

Neben den Dacharbeiten wird auch die Turmuhr instandgesetzt. Das Uhrwerk wurde im Laufe der Jahre immer wieder an den jeweiligen technischen Stand angepasst. Nun ist erneut ein genauer Abgleich erforderlich, damit die Uhr zuverlässig und gleichmäßig läuft.

Besonderes Augenmerk gilt den Ziffernblättern und Zeigern. Sie sind über viele Jahre Wind und Wetter ausgesetzt gewesen und weisen entsprechende Schäden auf. Im Zuge der Sanierung werden sie restauriert. Dabei spielt das Gewicht jedes einzelnen Zeigers eine wichtige Rolle. Nur wenn die Balance stimmt, kann das Uhrwerk gleichmäßig arbeiten. Das betrifft besonders den Unterschied zwischen abfallenden Minuten, wenn die Zeiger nach unten laufen, und der zweiten halben Stunde, in der die Zeiger wieder aufsteigen.

Ein weiterer Bestandteil der Maßnahme ist der Zugang zu den Glockenaufhängungen. Dieser soll neu geschaffen werden, um künftige Wartungen einfacher und sicherer durchführen zu können. In diesem Zusammenhang werden auch die Glockenaufhängungen restauriert.

Die Gesamtkosten aller Maßnahmen belaufen sich auf zirka 165.000 Euro.

Nach derzeitigem Stand sollen die Arbeiten bis zum 30. Oktober abgeschlossen sein. Wie bei allen Dachbaustellen ist der Verlauf jedoch stark vom Wetter abhängig. Bei Schlechtwetter kann es daher zu Verzögerungen kommen.

Michael Wirkner | Presse- und Öffentlichkeitsarbeit