Am Rande des Festaktes zum Rudolstädter Stadtjubiläum am Sonntag, 6. September 2026, übergab die Bayreuther Künstlerin Christel Gollner Bürgermeister Jörg Reichl für die Stadt Rudolstadt ein von ihr geschaffenes Aquarell. Das Bild zeigt das Bayreuther Festspielhaus und verbindet damit gleich zwei besondere Jubiläumsanlässe des Jahres 2026.
Während Rudolstadt 1250 Jahre seit seiner ersten urkundlichen Erwähnung und 700 Jahre Stadtrecht feiert, steht auch die Partnerstadt Bayreuth in einem besonderen Festjahr. Vor 150 Jahren, am 13. August 1876, begannen im eigens für Richard Wagners Werke errichteten Festspielhaus die ersten Bayreuther Festspiele. Das Aquarell greift damit eines der bekanntesten Wahrzeichen der Partnerstadt auf und erinnert zugleich an ein bedeutendes Kapitel der Bayreuther Kulturgeschichte.
„Ich danke Christel Gollner sehr herzlich für dieses persönliche Geschenk. Das Aquarell verbindet die Jubiläen unserer beiden Städte auf besondere Weise und steht zugleich für eine Städtepartnerschaft, die seit Jahrzehnten vor allem durch persönliche Begegnungen und engagierte Menschen mit Leben erfüllt wird“, sagte Bürgermeister Jörg Reichl bei der Übergabe.
Christel Gollner und ihr Ehemann Gerhard Gollner sind seit vielen Jahren eng mit Rudolstadt verbunden. Gerhard Gollners Kontakte in die Saalestadt reichen bis in die Zeit vor der deutschen Wiedervereinigung zurück. Über sportliche Begegnungen entstanden persönliche Verbindungen, die nach der Grenzöffnung eine wichtige Grundlage für die Städtepartnerschaft zwischen Bayreuth und Rudolstadt bildeten. Als langjähriger Bayreuther Stadtrat gehörte Gollner zu den Mitinitiatoren der 1990 offiziell begründeten Partnerschaft. Im selben Jahr wirkte er an der Pflanzung der „Linde der deutschen Einheit“ auf dem Theaterplatz mit.
Auch Christel Gollner hat die Verbindung zwischen beiden Städten über viele Jahre auf kultureller Ebene mitgestaltet. Bereits 1998 zeigte die Künstlerin eine Einzelausstellung im Rudolstädter Handwerkerhof. Einen weiteren Höhepunkt bildeten 2023 die von ihr gegründeten Oberfränkischen Malertage. Zu deren 25-jährigem Bestehen kamen Künstlerinnen und Künstler nach Rudolstadt und machten verschiedene Orte der Stadt zu Freiluftateliers. Die entstandenen Werke wurden anschließend in der KulTourDiele präsentiert.
Das Ehepaar Gollner gehört damit zu den Persönlichkeiten, die die Städtepartnerschaft zwischen Rudolstadt und Bayreuth über Jahrzehnte begleitet und mit persönlichen Begegnungen, kommunalpolitischem Engagement und kulturellem Austausch geprägt haben. Die Übergabe des Aquarells im Rudolstädter Jubiläumsjahr setzt diese Verbindung auf persönliche Weise fort.
