Die Fußgängerunterführung nach Cumbach präsentiert sich seit Kurzem in einem völlig neuen Erscheinungsbild. Mit großformatigen Graffiti-Motiven haben junge Künstler aus Rudolstadt die bislang eher unscheinbare Unterführung in einen farbenfrohen Blickfang verwandelt. Unterstützt wurde das ehrenamtliche Projekt von der Stadt Rudolstadt, die die Materialkosten übernommen hat.
Initiiert wurde die Gestaltung von einer Gruppe junger Rudolstädter aus dem Freundeskreis „Trinity Events“. Die Beteiligten engagieren sich nicht nur bei Veranstaltungen in der Stadt, sondern bringen auch ihre kreativen Talente in gemeinsame Projekte ein. Die Idee, die Unterführung künstlerisch aufzuwerten, bestand bereits seit längerer Zeit und wurde in enger Abstimmung mit der Stadt entwickelt.
Entstanden sind Motive mit engem Bezug zu Rudolstadt: Ein großer Schriftzug mit dem Namen der Stadt und einem Porträt Friedrich Schillers, historische Fachwerkhäuser der Altstadt, die Heidecksburg, die Saalgärten sowie weitere charakteristische Elemente prägen das neue Erscheinungsbild. Auch der bekannte „Pörz-Riese“ findet sich als Hommage an ein Stück Rudolstädter Identität in der Gestaltung wieder.
Die Umsetzung erfolgte vollständig in der Freizeit der Beteiligten. Jeder brachte seine individuellen Fähigkeiten ein – von der künstlerischen Gestaltung über die Organisation bis hin zur Vorbereitung und Durchführung des Projekts. Neben der Unterstützung der Stadt trugen auch regionale Sponsoren zum Gelingen der Aktion bei.
Bürgermeister Jörg Reichl zeigt sich von dem Ergebnis begeistert: „Die Gestaltung ist hervorragend gelungen und wertet die Unterführung deutlich auf. Besonders freut mich, dass junge Menschen ihre Stadt aktiv mitgestalten und dabei so viel Eigeninitiative zeigen. Solche Projekte stärken die Identifikation mit Rudolstadt. Ich kann mir gut vorstellen, künftig auch weitere Unterführungen oder ähnliche Orte im Stadtgebiet gemeinsam mit engagierten Akteuren kreativ zu gestalten.“
Mit der neugestalteten Unterführung ist ein weiterer öffentlicher Raum entstanden, der Kunst, Gemeinschaft und Stadtidentität miteinander verbindet und Besucherinnen und Besucher ebenso wie Einheimische willkommen heißt.
