Der Begegnungsraum Rudolstadt hat das Finale erreicht. Damit geht es für das lokale Bündnis am Ende des Jahres nach Berlin, wo am 26. November 2026 das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) und die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) die Preisträgerinnen und Preisträger auszeichnen. Bundesfamilienministerin Prien: „Die diesjährige Auswahl der Finalisten macht deutlich, wie entscheidend die Qualität der frühkindlichen Bildung für die Zukunft unserer Kinder ist. Die engagierten Fachkräfte setzen sich jeden Tag dafür ein, Kindern den bestmöglichen Start in ihre Bildungsbiografie zu ermöglichen. Sie begleiten sie bei den kleinen und großen Herausforderungen des Aufwachsens – im täglichen Miteinander, bei der sprachlichen Entwicklung oder im Übergang von der Kita in die Schule. Der Wettbewerb zeigt: Qualitätsstandards sind eine wichtige Voraussetzung für eine gute frühkindliche Bildung – und das flächendeckend in ganz Deutschland. Deshalb wollen wir diese gemeinsam mit den Ländern gesetzlich absichern, um die Qualität in der frühkindlichen Bildung weiter zu stärken und nachhaltig zu sichern.“
Das macht das Bündnis so besonders
Das Bündnis Begegnungsraum Rudolstadt überzeugt, weil es Themen wie Nachhaltigkeit, Inklusion, Vernetzung und soziales Miteinander verbindet und praktisch umsetzt. Kinder entdecken beispielsweise gemeinsam mit dem Bioladen Herkunft, Anbau und nachhaltigen Konsum von Lebensmitteln. Das Bündnis zeigt, wie faire Lebensmittel, Teilhabe und regionale Entwicklung zusammenwirken und öffnet Lernorte über die Kita hinaus. Im Bereich der Inklusion beschäftigt sich das Bündnis gerade mit einem spannenden Pilotprojekt für Thüringen. Hier bestrebt das Bündnis an, Menschen mit Beeinträchtigung die Möglichkeit zu geben eine Weiterbildung zur Assistenzkraft für Kindertageseinrichtungen zu absolvieren.
Einblicke in die Arbeit des lokalen Bündnisses vor Ort
Bevor die Entscheidung für die Preisträger fällt, geht der Auswahlprozess nun in die intensive Phase: Im Sommer besuchen zwei Fachleute das Bündnis vor Ort, um vertiefende Interviews und einen Workshop mit den Beteiligten durchzuführen. Die Ergebnisse halten sie in Berichten fest. Diese bilden die Grundlage für die Entscheidung der Fachjury, die im November die Preisträger auswählt. „Diese finale Auswahlphase ist für uns etwas ganz Besonderes. Aus Konzepten wird gelebte Praxis, aus Worten wird Haltung. Wir erleben, mit wie viel Professionalität, Engagement und Hingabe die Fachkräfte arbeiten und welche kreativen Ideen und Ansätze sie einbringen. Dabei wird deutlich, wie sie jeden Tag Räume schaffen, in denen Kinder sich bestmöglich entfalten und ihren Alltag mitgestalten“, betont Anne Rolvering, Geschäftsführerin der DKJS.
Preisverleihung in Berlin
Am 26. November werden die Preisträger bei einer feierlichen Verleihung in Berlin bekannt gegeben. Barbara Schöneberger führt durch das Programm. Neben den 160 Gästen vor Ort, zu
denen auch fünf Vertretende vom Bündnisteam gehören, können alle live dabei sein, denn die Veranstaltung wird über die Webseite des Deutschen Kita- Preises übertragen. Auf der Preisverleihung werden jeweils drei Preisträger in den Kategorien „Kita des Jahres“ und „Lokales Bündnis für frühe Bildung des Jahres“ geehrt. Die Erstplatzierten erhalten 25.000 Euro, die Zweit- und Drittplatzierten 15.000 Euro und 10.000 Euro. Alle weiteren Finalisten erhalten einen Anerkennungspreis von 1.000 Euro. Insgesamt ist der Deutsche Kita- Preis mit 110.000 Euro dotiert. Darüber hinaus gibt es den Zusatzpreis „Attraktivität der Arbeit“, gefördert durch den Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB), im Wert von 4.000 Euro, sowie den ELTERN-Sonderpreis, ein Publikumspreis mit Bücherpaketen für Kinder im Alter von ein bis sechs Jahren.
Eine Auflistung aller Finalisten sowie weitere Informationen zur Auszeichnung und zum Auswahlverfahren finden Interessierte unter www.deutscher-kita-preis.de.
