Das Rudolstadt-Festival 2026 rückt näher. Vom 2. bis 5. Juli wird Rudolstadt wieder zur großen Bühne für Roots, Folk und Weltmusik. Bei der Pressekonferenz zum Festival stellten Bürgermeister Jörg Reichl, Festivaldirektorin Petra Rottschalk sowie Vertreter der Kreissparkasse Saalfeld-Rudolstadt aktuelle Informationen zum Stand der Vorbereitungen, zum Programm, zu organisatorischen Neuerungen und zur Unterstützung für Besucherinnen und Besucher aus dem Landkreis im Schillerhaus vor.
Bürgermeister Jörg Reichl dankte zu Beginn der Kreissparkasse Saalfeld-Rudolstadt und der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen für die erneute Unterstützung des Festivals. Durch diese Förderung können Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Saalfeld-Rudolstadt auch in diesem Jahr wieder ein vergünstigtes Festivalticket erwerben. „In turbulenten Zeiten ist es ein starkes Zeichen, verlässliche Partner an unserer Seite zu wissen“, sagte Reichl. Die Unterstützung ermögliche es, den Eintritt für Landkreisbewohnerinnen und Landkreisbewohner deutlich zu reduzieren und damit vielen Menschen aus der Region den Festivalbesuch zu erleichtern.
Das reguläre Festivalticket ohne Camping kostet 132 Euro, ermäßigt 66 Euro. Für Bewohnerinnen und Bewohner des Landkreises Saalfeld-Rudolstadt ist das Ticket zum Vorzugspreis von 66 Euro beziehungsweise ermäßigt 33 Euro erhältlich. Voraussetzung ist ein Hauptwohnsitz im Landkreis zum Zeitpunkt des Festivals. Der Nachweis erfolgt beim Bändchentausch.
Reichl hob zugleich die Bedeutung des Festivals weit über die Stadtgrenzen hinaus hervor. Das Rudolstadt-Festival sei nicht nur gut für Rudolstadt, sondern wichtig für Thüringen und Deutschland. „Wenn die Welt bei uns zu Gast ist, dann präsentieren wir uns als gute Gastgeber“, so der Bürgermeister. Das Festival stehe für Weltoffenheit, Begegnung und kulturelle Vielfalt – Werte, die gerade in der heutigen Zeit besonders wichtig seien.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt 2026 auf Österreich. Der Länderschwerpunkt verbindet traditionelle und zeitgenössische Musik, Tanz, Pop, Jazz, experimentelle Klänge und regionale Besonderheiten. Im Programm vertreten sind unter anderem Künstlerinnen und Künstler wie Agnes Palmisano, Der Nino aus Wien, BasBariTenori, Idemo, RIAN, Tamburica Cindrof sowie Manu Delago gemeinsam mit den Thüringer Symphonikern. Für Rudolstadt fügt sich dieser Schwerpunkt auf besondere Weise in das Jubiläumsjahr ein: Am Tag der Pressekonferenz wurde zudem die Kulturpartnerschaft zwischen der Stadt Rudolstadt und dem österreichischen Burgenland unterzeichnet.
Festivaldirektorin Petra Rottschalk informierte über mehrere organisatorische Anpassungen. Aufgrund der laufenden Bauarbeiten und Gerüste auf der Heidecksburg muss das Festival in diesem Jahr Veranstaltungsorte verlegen und neu planen. Die Heidecksburg steht nicht zur Verfügung. Dadurch entfallen beziehungsweise verändern sich gewohnte Bühnenstandorte. Als Ausgleich werden unter anderem das Schillertheater, das Stadthaus, die Lutherkirche, der Theatervorplatz und weitere Orte stärker einbezogen. Das Programm wurde entsprechend angepasst und neu verdichtet.
Auch der Festivalstart verändert sich leicht: Bereits am Donnerstag beginnt das Programm früher als gewohnt. Neben dem traditionellen Auftakt in Teichel wird es zusätzliche Konzerte geben. Die Eröffnung im Heinepark ist um 19 Uhr geplant. Zu den besonderen Programmpunkten, die sonst auf Schloss Heidecksburg stattfanden, zählt unter anderem das Konzert von Manu Delago mit den Thüringer Symphonikern, das den Österreich-Schwerpunkt musikalisch aufgreift. Die RUTH-Preisverleihung mit Dota Kehr findet in diesem Jahr ebenfalls im Heinepark statt.
Eine weitere Neuerung betrifft den Zahlungsverkehr: An den städtisch betriebenen Getränkeständen soll beim Rudolstadt-Festival 2026 flächendeckend bargeldlos bezahlt werden können. Möglich sind Zahlungen mit Girocard, Kreditkarte und weiteren gängigen Zahlungsmitteln. Bereits im vergangenen Jahr war das System an mehreren Ständen getestet worden. Nun wird es auf alle städtischen Getränkestände ausgeweitet. Bargeldloses Bezahlen soll Abläufe erleichtern, Wartezeiten verringern und auch die Abrechnung im Hintergrund vereinfachen. Bargeld bleibt im Festivalumfeld dennoch weiterhin ein Thema, etwa bei Händlerinnen und Händlern, die eigenständig entscheiden, welche Zahlungsmittel sie anbieten.
Trotz gestiegener Kosten in vielen Bereichen bemühen sich Stadt und Festivalleitung, Preise möglichst stabil zu halten. Die Ticketpreise bleiben im Vergleich zum Vorjahr konstant. Bei einzelnen Getränken kann es jedoch moderate Anpassungen geben. Hintergrund sind unter anderem gestiegene Kosten für Personal, Logistik, Sicherheit, Technik und Dienstleistungen. Bürgermeister Reichl betonte, dass solche Entscheidungen mit Augenmaß getroffen würden: Ziel sei es, das Festival wirtschaftlich solide zu organisieren und zugleich ein hochwertiges künstlerisches Programm zu ermöglichen.
Auch für die Anreise gibt es wieder wichtige Hinweise. Besucherinnen und Besucher werden gebeten, nach Möglichkeit den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen. Während des Festivals wird der Shuttleverkehr im Städtedreieck verstärkt. Parkplätze in der Innenstadt sind begrenzt; unberechtigtes Parken, insbesondere auf Behindertenparkplätzen oder Feuerwehrzufahrten, wird kontrolliert. Wer mit dem Auto anreist, sollte die ausgewiesenen Parkflächen nutzen und ausreichend Zeit einplanen. Für Campinggäste sind die traditionellen Zeltflächen stark nachgefragt; einzelne Übernachtungsangebote waren bereits früh ausgebucht.
Das Medieninteresse am Rudolstadt-Festival ist auch 2026 groß. Unter anderem wird der MDR im Umfeld des Festivals aus Rudolstadt berichten. Die Sendung „Hier ab 4“ sendet in der Woche vom 29.6. bis 3.7. live vom Rudolstädter Marktplatz. Das unterstreicht die Bedeutung des Festivals als kulturelles Aushängeschild Thüringens und als eines der wichtigsten Ereignisse im Rudolstädter Jubiläumsjahr.
Bürgermeister Jörg Reichl dankte abschließend dem Festivalteam, den Partnern, Sponsoren, Unterstützern, dem Stadtrat sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die an der Vorbereitung beteiligt sind. „Dieses Festival strahlt weit über Rudolstadt hinaus. Es bringt Menschen zusammen, zeigt die Stadt von ihrer weltoffenen Seite und macht deutlich, was Kultur leisten kann“, so Reichl.
Weitere Informationen zum Programm, zu Tickets, Spielorten und organisatorischen Hinweisen gibt es unter www.rudolstadt-festival.de.
