21.09.2026

Zwischen Bauernhof und Atlantikküste

Besuch auf der Tullyannon Farm und Ards Friary

Der dritte Tag der Reise in die irische Partnerstadt Letterkenny stand im Zeichen der regionalen Landwirtschaft und der eindrucksvollen Natur Donegals. Am Sonntag besuchte ein Teil der Rudolstädter Reisegruppe zunächst Tullyannon Farms. Am Nachmittag führte das gemeinsame Programm zum Ards Friary an der Sheephaven Bay.

Insgesamt 17 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhielten bei Tullyannon Farms einen unmittelbaren Einblick in die irische Landwirtschaft. Der Betrieb bewirtschaftet knapp 80 Hektar Land. Dazu gehören 52 Hektar Grünland sowie Flächen für Winter- und Sommergerste, Winterhafer, Futterrüben und Frühkartoffeln. Darüber hinaus bietet Tullyannon Farms verschiedene landwirtschaftliche Dienstleistungen für andere Betriebe in der Region an.

Der Schwerpunkt des Betriebs liegt auf der Aufzucht von Rindern für die Fleischproduktion. Dabei spielen kurze Wege und regionale Kreisläufe eine wichtige Rolle. Die Tiere werden in einem nur etwa sieben Kilometer entfernten Betrieb geschlachtet. Auch das benötigte Futter wird fast vollständig auf den eigenen Feldern erzeugt. Dadurch bleiben Tierhaltung, Futterproduktion und Verarbeitung eng mit der Region verbunden.

Bei einer Tour mit dem Traktor über die weitläufigen Felder lernten die Gäste die verschiedenen Flächen des Betriebs kennen. Die Rundfahrt vermittelte anschauliche Eindrücke vom Arbeitsalltag sowie von den Aufgaben und Herausforderungen eines landwirtschaftlichen Betriebs in Donegal.

Am Nachmittag ging es für die Delegation weiter zum Ards Friary. Das franziskanische Zentrum liegt in einem rund 80 Hektar großen Waldgebiet unmittelbar an der Sheephaven Bay und etwa 30 Kilometer von Letterkenny entfernt.

Seit den 1930er-Jahren leben, arbeiten und beten dort irische Kapuziner-Franziskaner. Heute versteht sich das Ards Friary als „Centre for the Care of Creation“ und bietet Raum für Ruhe, Besinnung und einen bewussten Umgang mit der Natur.

Bei einem Küstenspaziergang erlebten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die besondere Verbindung von Wald und Meer. Verschlungene Wege, kleine Strände und weite Ausblicke über die Bucht machten den Besuch zu einem eindrucksvollen Naturerlebnis. Einige Gäste nutzten zudem die Gelegenheit für ein erfrischendes Bad im Meer.

Die beiden Programmpunkte vermittelten unterschiedliche, aber eng miteinander verbundene Seiten Donegals: eine regional verwurzelte Landwirtschaft und eine außergewöhnliche Küstenlandschaft. Zugleich bot der Tag erneut zahlreiche Gelegenheiten für persönliche Begegnungen und gemeinsame Erlebnisse im Rahmen der Städtepartnerschaft zwischen Rudolstadt und Letterkenny.

Thomas Melior | Presse- und Öffentlichkeitsarbeit