09.09.2026

Rudolstadt präsentiert sich beim Tag der offenen Tür im Thüringer Landtag

Stadt zeigt kulturelle, touristische und kreative Angebote auf der Regionalmeile im Beethovenpark

Mit Geschichte, Kultur und zahlreichen Mitmachangeboten hat sich die Stadt Rudolstadt am 5. September 2026 beim Tag der offenen Tür des Thüringer Landtags in Erfurt präsentiert. Mehr als 3.500 Besucherinnen und Besucher nutzten bei bestem Wetter die Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen des Landtags zu werfen. In der Spitze hielten sich bis zu 1.000 Menschen gleichzeitig auf dem Gelände auf.

Neben den Fraktionen und der Parlamentsverwaltung waren auch die Thüringer Kommunen Teil des Programms. Mit einer Regionalmeile im Beethovenpark stellte der Landtag in diesem Jahr insbesondere Ostthüringen in den Mittelpunkt. Ziel war es, die Verbundenheit des Landtags mit der kommunalen Familie sichtbar zu machen.

Rudolstadt nutzte diese Gelegenheit, um kommunale Einrichtungen sowie touristische und kulturelle Angebote der Stadt vorzustellen. Unter dem Leitgedanken „Schillers heimliche Geliebte“ präsentierte sich Rudolstadt familienfreundlich, kreativ und mit einem besonderen Blick auf Angebote für Kinder und Jugendliche.

Für Aufmerksamkeit sorgten bereits die Walking Acts: Friedrich Schiller, Charlotte von Lengefeld und Caroline von Beulwitz mischten sich unter die Gäste und brachten ein Stück Rudolstädter Geschichte direkt zu den Besucherinnen und Besuchern. Dargestellt wurden die Figuren von Mitarbeiterinnen sowie einem Auszubildenden der Stadtverwaltung.

Im „Wohnzimmer Schillers“ kamen unterschiedliche Seiten der Stadt zusammen. Die traditionsreiche Porzellanherstellung wurde durch die Porzellanfigur „Sitzendes Mädchen“ von Ernst Barlach repräsentiert, die für die Präsentation zur Verfügung gestellt worden war. Zugleich wurde auf den Geschirr-Kiloverkauf vom 17. bis 24. Oktober in der Aeltesten Volkstedter Porzellanmanufaktur aufmerksam gemacht.

Große Resonanz fanden auch die Ankersteine. Mit X-Manis konnten kleine und große Gäste selbst bauen und ausprobieren. Viele ältere Besucherinnen und Besucher erinnerten sich dabei an eigene Kindheitserlebnisse mit dem traditionsreichen Spielzeug. Besonderes Interesse galt der Herstellung der Steine aus natürlichen Materialien wie Quarzsand, Kreide, Leinöl und Pigmenten. Die Präsentation machte zugleich auf die Aktion „Türen auf mit der Maus“ am 3. Oktober aufmerksam und stellte Bezüge zur Fröbel-Tradition der Region her.

Literatur und Handwerk verbanden sich in kalligrafischen Auszügen aus Schillers Werken. Die Umsetzung übernahm Christian Hofmann, Leiter des Schillerhauses, diesmal aber in seiner Funktion als Vorsitzender der Schreibwerkstatt Klingspor Offenbach im internationalen Förderkreis für Kalligraphie e. V.

Auch für die jüngeren Gäste gab es zahlreiche Möglichkeiten zum Mitmachen. In der Bastelecke „Schillers neue Kleider“, angelehnt an das Buch „Schiller-Labor“, konnten Kinder kreativ werden. Gleichzeitig wurde auf das Räuberlabor im Schillerhaus aufmerksam gemacht. Kinderkostüme aus dem Schillerhaus standen zudem für eine Kostümanprobe bereit.

Kulinarisch konnten Besucherinnen und Besucher Schokokuchen nach einem Rezept der „Chère mère“ Louise von Lengefeld probieren. Das Rezept wurde als Handout ausgegeben und stellte zugleich eine Verbindung zum Kochbuch und zu den Angeboten des Schillerhauses her.

Während des gesamten Tages ergaben sich zahlreiche Gespräche mit Gästen aus verschiedenen Regionen Thüringens. Besonders häufig genannt wurde die Heidecksburg, die vielen Besucherinnen und Besuchern bereits als Wahrzeichen Rudolstadts bekannt war. Auch das Vogelschießen und das Rudolstadt-Festival waren vielen ein Begriff.

Cara-Maria Trost, Tourismuschefin der Stadt Rudolstadt, zieht ein positives Fazit: „In Rudolstadt liegt viel Wissen, Geschichte und Kultur. Unsere Aufgabe ist es, dieses Wissen zugänglich und erlebbar zu machen, insbesondere auch für Kinder und Jugendliche. Viele kreative Köpfe arbeiten daran, niedrigschwellige Zugänge zur Kultur zu schaffen. Wir freuen uns deshalb auf ein baldiges Wiedersehen in Rudolstadt.“

Der Tag der offenen Tür im Thüringer Landtag bot damit eine gute Gelegenheit, Rudolstadt einem breiten Publikum vorzustellen, bestehende Bekanntheit mit neuen Eindrücken zu verbinden und Interesse an einem Besuch in der Stadt zu wecken.

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit