Nach 16 Jahren Betrieb hat das Museum im Schillerhaus Rudolstadt seine Beleuchtung grundlegend erneuert. Die bisherige Anlage war zunehmend störanfällig geworden: Leuchten flackerten, und die Lichtstärke nahm mit der Zeit immer weiter ab. Um die Ausstellung weiterhin angemessen präsentieren zu können, wurde nun ein modernes Beleuchtungssystem installiert.
Insgesamt 49 neue Leuchten sorgen künftig dafür, dass Exponate und Wandtexte im Museum klar und gleichmäßig ausgeleuchtet werden. Die moderne LED-Technik bringt dabei mehrere Vorteile mit sich: Sie arbeitet zuverlässiger, ist energieeffizienter und ermöglicht eine präzise Ausleuchtung der Ausstellungsbereiche.
Ein Vorteil bei der Umsetzung war, dass die vorhandenen Deckenaufhängungen weiter genutzt werden konnten. Dadurch ließ sich die neue Technik ohne größere bauliche Eingriffe integrieren.
Die neuen Leuchten stammen von einem regionalen Anbieter und setzen die historischen Inhalte des Museums nun deutlich besser in Szene. Besucherinnen und Besucher können die Ausstellungsstücke dadurch wieder in optimalem Licht erleben.
Die Kosten für die neue Beleuchtung belaufen sich auf rund 5.000 Euro. Finanziert werden konnte die Maßnahme aus einem Teil des Museumspreises der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen, den das Museum im Jahr 2024 erhalten hat. Insgesamt war das Schillerhaus damals mit 25.000 Euro ausgezeichnet worden.
Museumsleiter Christian Hofmann freut sich über das Ergebnis: „Gerade in einem Literaturmuseum ist eine gute Beleuchtung entscheidend. Texte, Handschriften und Ausstellungsstücke müssen klar lesbar und zugleich schonend präsentiert werden. Mit der neuen Technik gelingt uns das jetzt deutlich besser.“
TIPP:
Wer sich selbst, ob zum ersten oder wiederholten Mal, ein Bild vom Museum machen will, dem sei die öffentliche Museumsführung am Sonntag, den 8. März um 13 Uhr ans Herz gelegt. Die Führung gibt Einblicke in das Leben des großen Dichters und Dramatikers Friedrich Schiller und erläutert, wie er nach Rudolstadt kam. Aber auch Spannendes zur Alltagskultur um 1780 wird anhand von originalen Objekten im Museum erlebbar, dabei werden die damaligen Bewohnerinnen und Bewohner nicht vergessen und ebenso vorgestellt, wie deren gesellschaftliche Einflüsse und Verbindungen. Eintritt mit Führung: 6 Euro.
